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Andreas Molau

Politik war für mich sehr früh eine der wichtigsten Dinge in meinem Leben.
Einen Verdienst daran hat mein linker Politiklehrer, der mir mit seinem Marxismusgelaber auf die Nerven gegangen ist. Außerdem empfand ich es als schreiende Ungerechtigkeit, dass wir die deutsche Teilung akzeptieren sollten.

Ein Flugblatt der Jungen Nationaldemokraten hat mir dann die Augen geöffnet. Ich habe angefangen zu schreiben, für rechte Zeitungen und Zeitschriften. Nach dem Abitur war ich bei der Bundeswehr, bei der Psychologischen Verteidigung. Eine sehr nette Zeit.

Danach habe ich in Göttingen studiert: Deutsch, Geschichte und Politik. Auch hier ist mir der linke Einheitssprech auf die Nerven gegangen. Alles, was gegen das eigene Volk geht, sollte gut sein. Alles, was dafür spricht, schlecht. Das Studium war ein ständiger Kampf.

In der Geschichte wurde man ständig mit den Geschichtslügen der Sieger konfrontiert. In Deutsch mit den zerfasernden und analytischen Deutungsmustern von Leuten, die Literatur nicht in erster Linie verehren. Und Politik: Na ja. Mein Traumberuf war eigentlich immer Lehrer. Das Publizistische hängt damit zusammen so wie vielleicht auch die Politik. Ich wollte immer gern etwas vermitteln, etwas anstoßen. Lehrer sein heißt ja auch nicht, fertige Bildungskonserven abzufüttern, sondern zum Denken anzuregen. So sehe ich das in der Politik heute auch.

Nach dem Studium wurde unsere erste Tochter geboren und ich kümmerte mich dann erstmal um sie und machte nebenbei die Junge Freiheit, die als Wochenzeitung erschien. Später habe ich dann noch eine Zeitschrift, die Deutsche Geschichte betreut.

Während eines Jahres Arbeitslosigkeit habe ich einen Roman geschrieben und wollte dann einfach mal etwas anderes machen: Acht Jahre Waldorfschule waren das. Eine tolle Zeit. Mit Jugendlichen und Kindern zu arbeiten hat mir viel Spaß gemacht.

Danach war die Phase Parteipolitik: Deutsche Stimme, NPD und jetzt mache ich die Öffentlichkeitsarbeit für die DVU. Im Prinzip geht es mir immer um die gleiche Sache. Aber ich denke, man muss sich verändern, immer wieder neu lernen, nicht stehen bleiben. Neues ausprobieren. Das Leben ist zu kurz, um sich zu langweilen.

 

Was bedeutet Widerstand?

Widerstand ist Widerstand des Denkens, des Wollens und des Tuns.

Ich möchte, dass sich das Denken ändert, dann das Wollen und schließlich das Tun. Ich hasse eine Welt der Gleichschaltung, des Materialismus, des politisch korrekten Denkens, der Unfreiheit, der Feigheit. Ich möchte eine Welt der Verschiedenheit von Völkern und Kulturen aber auch Individuen, ich möchte, dass nicht nur zählt, was zählbar ist, ich möchte, dass die Völker ihre Identität ihre Kulturen bewahren, ich möchte Selbstdenker statt Nachplapperer.

Eine andere Kultur, als diejenige, die wir jetzt haben, können wir vielleicht grade ahnen. Sie muss sich entwickeln. Ich weiß, wenn ich den Fernseher schaue, wenn ich mir die leeren Gesichter der Konsumknechte ansehe, dass sich etwas ändern muss. Ich habe aber eine tiefe Abneigung gegen einfache ideologische Konzepte oder noch schlimmer, wenn man sich einfach nur in die Vergangenheit träumt.

Wir müssen das Neue ahnen und wollen und nicht das Alte vor uns her tragen. Wir müssen eine neue Welt schaffen.

Wir müssen deshalb Foren bilden, Ideen entwickeln, Tabus im Denken verbannen. Ausprobieren, scheitern und am Ende siegen. Das Weltnetz bietet dazu Möglichkeiten: Destruktive und Konstruktive. Wir dürfen nicht denunzieren, sondern müssen lernen zu kommunizieren. Gemeinschaft muss wachsen. In der Virtualität und danach in der Realität.

Wir müssen unsere Identität, was uns eigentümlich macht, entdecken, wir müssen Ästhetik neu erleben. Politik ist Ästhetik.

 

Wo steht Deutschland 2030 wenn der Widerstand erfolgreich war?

Ich denke, dass wir, wenn wir diese materialistische Kultur überwunden haben, dass die Menschen dann wieder wirklich in Würde leben können. Keine Arbeitssklaven, egal ob sie nun unter dem Sigel des Gutmenschentums importiert worden sind oder als Einheimische geknechtet werden.

Ein stolzes Europa, das den Islam überwunden haben wird und sich von den USA emanzipiert hat. Ein Europa, das ein Gedanke eint und das aus vielen Gesichtern besteht.

Eine gerechte Gesellschaft mit Teilhabe und Pflichten. Eine Wertschätzung der Alten und Ahnen und Liebe zu Kindern. Kein Schwulenkult, sondern natürliche Lebensweisen, Achtung vor der Schöpfung, Demut und Stolz. Alles Träume für die Zukunft.

 

Wo steht Deutschland 2030 wenn alles beim Alten bleibt?

Ich muss immer an den Film Matrix denken, wenn ich über die Zukunft nachdenke - eigentlich sind wir da ja schon fast. Unselbständige Menschen, die Wirklichkeit und Fiktion nicht mehr auseinanderhalten können. Totale Kontrolle. Menschen, die selbst nicht mehr leben, sondern nur noch gelebt werden.

Es gibt nichts Fremdes keine Spannung mehr, weil die Ethnien und Kulturen alle gleichgeschaltet worden sind. Europa, Deutschland, Frankreich usw. kann man nur noch im Disneyland bewundern.

Es gibt keine Erinnerung mehr und damit keine Fähigkeit den Raum zu beherrschen.

Ein Sieg des Islams, auch eine Variante, finde ich auch nicht viel charmanter.